Was passiert bei einem Check-in am Flughafen eigentlich genau?
Bei einem Check-in wird überprüft, ob du zum Boarding berechtigt bist, also ob du den bereits gebuchten Flug antreten kannst. Gleichzeitig dient der Check-in der Erfassung der Anwesenheit sowie der Gepäckstücke. Zunächst wird deine Buchung anhand deines Ausweises oder Reisepasses bestätigt. Danach prüft das System, ob alle Einreise- und Visabestimmungen erfüllt sind. Dir wird dein Gepäck abgenommen, um es ins Flugzeug zu transportieren. Außerdem erhältst du deine Bordkarte mit deinem Sitzplatz im Flugzeug sowie ein Dokument mit der Gepäcknummer. Sie gibt dir die Möglichkeit, deinen Besitz nachzuweisen, falls dein Koffer oder deine Reisetasche später nicht auf dem Gepäckband auftauchen. Oft ist es beim Check-in auch noch möglich, zusätzliche Services wie eine Begleitung zu buchen.
Du musst zwingend einchecken, BEVOR du durch die Sicherheitskontrolle gehst und ins Flugzeug einsteigst. Das gilt auch dann, wenn du kein Gepäck hast, das du aufgeben möchtest. Ohne Bordkarte wird dich das Flughafen-Personal nämlich nicht ins Flugzeug lassen.
Hinweis: Alle Airlines haben ihre eigenen Check-in-Vorrichtungen, seien es Schalter, Automaten oder Websites für den Online-Check-in. Wo du also auch eincheckst, achte darauf, dass du es bei der richtigen Fluggesellschaft tust.Wie schwer darf Sperrgepäck sein?
Das letzte Wort bei dieser Frage hat die Airline. Doch generell gilt: Einzelne Gepäckstücke dürfen ein Gewicht von 30 oder 32 kg nicht übersteigen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um reguläres Gepäck oder Sperrgepäck handelt. Für jedes Kilogramm über der erlaubten Höchstgrenze fallen Gebühren an.Ein Beispiel: In Ihrem Ticket ist ein Aufgabe-Gepäck mit maximal 23 kg Gewicht enthalten. Sie geben am Schalter einen Koffer auf, der jedoch 25 kg wiegt. Pro zusätzlichem Kilogramm berechnet die Airline Ihnen 10–20 Euro. Ist das Gepäckstück deutlich zu schwer, kann die Beförderung verweigert werden. In diesem Fall besteht nur noch die Möglichkeit, Gewicht zu reduzieren oder das Gepäckstück per Luftpost zu verschicken.
Doch Vorsicht: Luftpost ist kein Service der Airline. Sie müssen sich dafür an einen Cargo-Schalter wenden. Eine Garantie dafür, dass das Gepäckstück sofort transportiert werden kann, gibt es nicht. Darum empfiehlt es sich unbedingt, das Gepäck vor dem Check-in zu wiegen und die Beförderung im Voraus zu organisieren.
Check-in-Methoden im Überblick
Heutzutage gibt es verschiedene Möglichkeiten für den Check-in. Nicht alle Airlines bieten auch alle Optionen an, allerdings gehören Check-in-Schalter und der Online-Check-in zum Standard. Viele Fluggesellschaften stellen außerdem noch Automaten zur Verfügung. Jede Check- in-Methode funktioniert etwas anders und hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Alle Details zu den verschiedenen Arten der Flughafen-Check-ins erfährst du in den folgenden Abschnitten.
Check-in am Schalter
Der Check-in am Schalter ist praktisch, wenn du Aufgabegepäck dabei hast oder persönliche Unterstützung brauchst. Am besten bist du spätestens 90 Minuten bis zwei Stunden vor Abflug am Schalter deiner Airline. In Ferienzeiten gern noch früher, da die Wartezeiten dann deutlich länger sein können. Vor Ort zeigst du deine Buchungsbestätigung als E-Ticket oder Ausdruck sowie deinen Personalausweis oder Reisepass und gegebenenfalls ein Visum. Sind alle Unterlagen gültig und das Gepäck aufgegeben, erhältst du deine Bordkarte.
Beachte, dass einige Billig-Airlines Gebühren für den Schalter-Check-in verlangen. Wenn du Business Class fliegst, steht dir meist ein eigener Schalter zur Verfügung, wodurch du nicht so lange anstehen musst.
Vorteile:- persönliche Unterstützung bei Fragen, Sondergepäck oder Problemen
- Annahme und Abwicklung des Aufgabegepäcks direkt vor Ort
- am einfachsten für weniger geübte Fluggäste und Senioren.
- längere Wartezeiten, vor allem in Stoß- und Ferienzeiten
- teilweise mit extra Kosten verbunden
- weniger flexibel wegen starrer Öffnungszeiten
Check-in am Automaten
Anstatt der Schalter kannst du am Flughafen auch Automaten für deinen Check-in nutzen, sofern welche bereitgestellt werden. Dafür musst du ein E-Ticket gekauft haben.
Die Self-Check-in-Automaten lassen sich per Touchscreen bedienen. Du wählst deine Airline aus, identifizierst dich mit deiner Buchungsnummer oder deiner Kundenkarte und bestätigst deine Daten. Anschließend kannst du Sitzplätze auswählen, deine Bordkarte ausdrucken und manchmal sogar direkt die Gepäckbanderole erstellen. Viele Airports bieten zusätzlich spezielle Schalter oder vollautomatische Bag-Drop-Automaten an, an denen du dein bereits etikettiertes Gepäck selbstständig abgeben kannst. Der gesamte Vorgang dauert meist nur wenige Minuten.
Manchmal stehen allerdings auch viele Leute an den Automaten an oder es kommt zu technischen Störungen. Der Check-in am Automaten ist daher vor allem eine Alternative zum ausgelasteten Check-in-Schalter, die du wählen kannst, wenn du bereits am Flughafen bist. Plane im Vorfeld also nicht unbedingt weniger Wartezeit ein.
Vorteile:- schnelle Abwicklung, vor allem, wenn man sich auskennt
- kein Anstehen am Schalter
- Sitzplatzauswahl & Gepäcklabel bequem am Automaten
- nicht immer für jeden intuitiv bedienbar
- funktioniert nur mit E-Ticket
- technische Fehler möglich
Online-Check-in
Der Online-Check-in ist heute für viele Reisende die bequemste Art, sich für den Flug anzumelden, da das Schlangenstehen am Flughafen damit komplett vermieden werden kann. Du benötigst dafür nur deine Buchungs- oder Ticketnummer aus der E-Mail-Bestätigung. Je nach Airline kannst du bereits 30 Tage bis wenige Stunden vor Abflug online einchecken.
Über die Website oder App deiner Fluggesellschaft gibst du deine Daten ein, bestätigst die Buchung und kannst häufig direkt Sitzplätze auswählen oder ändern. Am Ende erhältst du deine Bordkarte digital, die du entweder ausdrucken oder in dein Smartphone-Wallet laden kannst. Wenn du nur mit Handgepäck reist, sparst du dir den Gang zum Schalter komplett und kannst direkt zur Sicherheitskontrolle gehen.
Vorteile:- spart Zeit, vor allem bei Handgepäck
- von überall und schon im Voraus durchführbar
- Papierersparnis dank mobiler Bordkarten
- Zeitersparnis bei nötiger Gepäckaufgabe nicht wirklich gegeben
- bei manchen Sonderfällen nicht möglich (z. B. Tiertransporte)
Welche Check-in-Methode passt zu welchem Reisenden?
Unter den verschiedenen Check-in-Wegen für Flugreisen existiert nicht DIE EINE beste Methode. Die optimale Lösung für dich hängt von deinen jeweiligen Bedürfnissen und deiner persönlichen Präferenz ab. Hier eine Auflistung des optimalen Check-ins für unterschiedliche Arten von Reisenden:
- Reisende mit Handgepäck: Für dich ist der Online-Check-in ideal. Du kannst direkt zur Sicherheitskontrolle gehen und sparst so jede Menge Zeit.
- Reisende mit Aufgabegepäck: Am schnellsten geht es mit Online-Check-in plus Gepäckabgabe am Automaten oder am Bag-Drop-Schalter.
- Familien mit Kindern: Der Schalter-Check-in ist oft entspannter, weil dir das Personal bei Sondergepäck, Kinderwagen oder Sitzplatzwünschen helfen kann.
- Wenig geübte Reisende und Senioren: Am Schalter bekommst du persönliche Unterstützung und vermeidest Stress mit technischen Abläufen.
- Vielflieger: Online-Check-in oder Fast-Lane-Automaten sind optimal, da sie schnell sind und häufig mit Statusvorteilen wie Priority-Services kombiniert werden.







